Das Sechzehntelfinale – so bitter!
Liebe Fußballfreunde,
das erste jemals ausgetragene 16-tel-Finale in 6 Tagen (7 für uns Europäer) bei einer WM ist überstanden! Ansehnliche bis heiße Duelle, interessante Ergebnisse, aber kein wirkliches Favoritensterben. Selbst die eher angegraute Altherrentruppe aus Belgien sowie seine Majestät Cristiano von und zu Madeira mit Team sind eine Runde weiter. Nicht einmal sonderlich bemerkenswert, dass Portugals Altvorderer seine Auswechselung gegen Ende des Spiels (81. Minute) als eine Art von Beleidigung empfand, seiner Interpretation nach sogar wahrscheinlich als eine Majestätsbeleidigung. Hybris pur. Eher grenzwertig und fast schon bitter, dass sein Team ihn durchs Turnier tragen muss.

Halt, da war doch was. Ach ja, die deutsche Nationalmannschaft ist am Dienstag um 1 Uhr nachts sang- und klanglos ausgeschieden. Sollte man darüber noch ein Wort verlieren? Lieber nicht! Man konnte die Mannschaft auch nicht zu den Favoriten zählen, nicht wirklich. Als Manuel Neuer den Elfmeter hielt, hatten wir das Heft des Handelns nochmals kurz in unserer Hand. Was danach kam, war sehr bitter!
Da beschäftigen wir uns doch lieber weiter mit den Belgiern und den Senegalesen. Eben dieser Senegal hatte im besagten "Finale" seinen Gegner sprichwörtlich schon am Haken. Aber irgendwie schafften die Flamen & Wallonen es, ihre Differenzen für einen Moment beizulegen und gemeinsam den Kopf, wenn auch nur knapp, aus der Schlinge zu ziehen. Mithilfe eines Elfmeters in der 125. Spielminute. Brutaler und bitterer für den Verlierer geht es kaum!
"Seitenverkehrt" erging es den Kroaten. Auch sie führten zunächst gegen den o. g. König und sein Fußvolk. Mussten dann aber zwei Treffer recht unglücklich hinnehmen und wurden für diese Fahrlässigkeit kurz vor Schluss dann doppelt bestraft. In der 13. Minute der Nachspielzeit erzielte sie den vermeintlichen 2:2-Ausgleich. Der Treffer wurde jedoch nach VAR-Studium wegen Abseits aberkannt. Ein Sensor im WM-Ball bewies, dass der Ball bei einer Flanke unbemerkt Igors Matanovics Kopf touchierte und Mario Pašalić dabei im Abseits stand. Einfach, einfach nur bitter!
Bleibt uns noch Kap Verde. Welch Kampf der überwiegend gestandenen Drittligaspieler. Ihr 40-jähriger Torwart wurde zum echten Helden, nur mal so angemerkt. Hielt alles, was zu halten war, und rettete sein Team in die Verlängerung. Dort konnten die blauen Haie nochmals durch ein Traumtor von Sidny Lopes Cabral, vor kurzem noch bei Viktoria Köln unter Vertrag, ausgleichen. Am Ende musste für Argentinien ein Standard herhalten, aus dem ein Eigentor resultierte, welches zum Ausscheiden der Insulaner führte. Das ist, wie wir jetzt verstanden haben, eindeutig bitter!
Sehr bitter ist die Situation ebenso für Schnäppchen - aktuell. Jeder Morgen bringt die Erkenntnis des leichten Verlustes. Kontinuierlich stieg er die Treppe nach unten. Im Moment grüßt er wieder einmal von hinten den Rest der Gemeinschaft. Im Gegensatz zu den nun ausgeschiedenen Mannschaften bei dieser WM hat er aber noch 4 Spieltage, um das Ruder rumzureißen. Bei Ciaoraphaello hingegen könnte man meinen, dass er fast einen Lauf wie Lionel oder Kylian hat. 40 Punkte aus 16 Spielen können sich sehen lassen. Sollte er seinen Vorsprung noch verspielen, dann wäre es … ja genau, ihr wißt es jetzt, bitter! Einfach nur bitter!