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Grusel-Kick

Grusel-Kick

Liebe Fußballfreunde,

na, hattet ihr gestern auch Hochbetrieb an der Haustür? „Süßes oder Saures“ oder gar von einem kleinen Sensenmann die klare Ansage „Süßes oder Kopf ab“ war aus Kindermündern zu hören. Es war Halloweentime! Kleine Menschen in kleinen Gruppen zogen durch die Straßen in seltsamen Verkleidungen. Vom Gespenst über den Teufel/die Teufelin bis zu Darth Vader oder eben auch dem Sensenmann war alles vertreten. Uns gingen fast die Süßigkeiten trotz guter Bevorratung aus. Da kann man schon mal ein Auge zudrücken, dass das Ganze mehr einen kommerziellen Hintergrund hat, als dass es einer wirklichen Tradition entspringt. Hauptsache, die Kleinen sind glücklich und irgendwie macht das ja deswegen gerade besonders Spaß. Vor allem, wenn die kleine Hand nicht so richtig weiß, was sie sich jetzt aussuchen soll. Soll es das Monsterauge aus Gelatine oder doch eher die Draculazähne aus dem gleichen Material sein.

Weniger lustig und oftmals tatsächlich gruselig ging es in so manchem Stadion zu. Nebel und leichter Niederschlag in der ein oder anderen Region Deutschlands taten ihr Übriges. In der Bundesliga wurde in Schalke, in Gladbach und vor allem in Augsburg eher Grusel-Kost geboten. Und damit sind wir beim Thema. Denn die Bezeichnung „Grusel-Kick“ sollte gewählt werden, wenn man deutliche Kritik an der Leistung der jeweiligen Mannschaften üben will.

Im Übrigen bezeichnete für Samstag die aktive Sportpresse drei Partien als eindeutige Grusel-Kicks. Besagte Partie in Augsburg, eine Klasse tiefer die Partie von Braunschweig in Bielefeld und in der Regionalliga die Begegnung der Wattenscheider gegen die Sportfreunde aus Lotte. Bleiben wir aber in besagter Beletage. Augsburg hatte früh die Nase durch einen sauber herausgespielten Treffer des ehemaligen Freiburgers Michael Gregoritsch vorne. In der zweiten Halbzeit pennte man aber in zwei spielentscheidenden Szenen gegen ein überwiegend einfallsloses Freiburg und schwupp waren die Punkte futsch. Ich muss jetzt sagen, es war kein Bonmont, was die Profikicker da ablieferten, aber so gruselig, wie die Sportschau das Ganze darstellte, war es wiederum nur bedingt. Da wollte der namentlich nicht erwähnte Reporter wahrscheinlich „zwanghaft“, so wie ich hier, eine datumsbedingte Brücke schlagen.

„Gregl“ fein mit dem Aussenrist - am Ende leider umsonst 

Weniger Probleme mit Halloween hatten die Bremer, die Stuttgarter sowie die Münchner & Dortmunder. An der Weser ist der Krug mittlerweile gut gefüllt, aber wie es scheint, noch lange nicht voll. Der Stürmer mit dem gleichartigen Namen ist aktuell unaufhaltbar. In Leverkusen hat Stuttgart mit einer gewissen Schärfe, gepaart mit einem Schuss Aggressivität, den Bayer-Spielern den Schneid abgekauft. 4 Tore in der Fremde sind beachtenswert. So kann es weitergehen. In Fröttmaning hingegen hatten die Bayern eigentlich alles unter Kontrolle, wäre da nicht das ein oder andere Alu- (für die, die sich erinnern, man nennt so etwas auch gerne Aluallergie) und Verletzungspech hinzugekommen. Drei Auswechslungen bedingt durch eine Verletzung verkraftet selbst ein Spitzenteam selten. Ob die Liga damit heuer wirklich spannender wird, werden die nächsten Spiele zeigen. Dortmund hat sich aber im Gegensatz zu früheren Parteien nicht unclever angestellt. Es könnte also etwas werden!

Spannend ist es bei uns ganz oben in der Tipptabelle. Erstens ist die 100-Punktemarke bereits nach 8 Spieltagen „gerissen“ und zweitens liefern sich die Herren Chrissi und SirPatric ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der aktuelle Unterschied: machbare 5 Punkte. Im Mittelfeld hingegen gab es einen Achtungserfolg für Schnäppchen. Immerhin 2 Plätze nach oben. Gurkentipptechnisch waren eher JoschkaF, Siggi und meine Wenigkeit unterwegs. Mit bereits knapp 35 Punkten Rückstand könnte ich beklagen: „Da Kas is bissn“ oder für alle Nichtbayern: „Der Drops ist gelutscht“. Pustekuchen sage ich da aber. Aufgepasst, ab jetzt gilt das Motto: „Schlechter tippen wie Jochen oder Kopf ab!!“