Das schnellste Tor der Bundesligageschichte!
Liebe Fußballfreunde,
historische Momente müssen geteilt werden. Und bei diesem war ich hautnah dabei. Um 15:30 Uhr und 8 Sekunden lag der Ball bereits im Tor der Bayern aus München. Damit unterbot Robin Fellhauer die beiden bisherigen Rekordhalter Karim Bellarabi und Kevin Volland am 10.10.2026 (kalendernotizwürdig) um genau eine Sekunde. Folglich ist seit diesem Wochenende das Augsburger Stadion der Ort, an dem es geschah. Zumindest für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Denn statistisch gesehen ist die Entwicklung in diesem Zeitraum im Sekundenbereich „sprunghaft“ – von 12 Sekunden Anfang der 90er auf 11 Ende des gleichen Jahrzehnts, bis hin zu 9 Sekunden Anfang der 2010er Jahre, genauer 2014.
Aber der Reihe nach, was war passiert? Die Bayern hatten Anstoß. Luis Diaz stand mit hochgezogenen Stutzen lässig am Anstoßpunkt. Wie Paris St. Germain oder mittlerweile die ganze Fußballwelt spielte der Außenstürmer direkt einen Rückpass auf den letzten Mann, in dem Fall auf den Senior in der Mannschaft. Sein Name: Manuel Neuer. Der frühere Weltklassetorhüter kann es ja nicht lassen und spielt heute noch. Und prompt bekam er den Ball nicht kontrolliert. Im nächsten Moment wollte er aber noch zusätzlich zaubern und den Chipball auspacken. Nur, ja genau, dies ging schief. Der Rücken des ehemaligen Elversberger war im Weg. Da die Geschwindigkeit im Ü40-Bereich nachweislich nachlässt, siehe Cristiano Ronaldo, kam der Bayern-Keeper dem Augsburger Außenstürmer einfach nicht mehr hinterher. Der Rest ist nun Geschichte, Bundesligageschichte. Nach zwei Ballberührungen durch Robin, den Augsburger Allesspieler (spielt immer und überall), lag der Ball im verwaisten Tor.
Ähnliches Historisches gelang dem Rückkehrer Christopher Nkunku im Zentralstadion. Ich erinnere mich noch, wie er vor Jahren lässig einen hohen Ball an der Seitenlinie mit der Innenseite hinter seinem Standbein stoppte. Probiert das mal aus. Ich vermute, dass es selbst vorne herum bei einigen eher so aussieht wie bei Manuel am Samstag. Der Ball liegt dann irgendwo, nur nicht da, wo man ihn brauchen kann. Und dieses Mal musste Christopher auch nicht die Trickkiste auspacken. Er musste nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort seinen Fuß hinhalten und schon stand ein lupenreiner Hattrick zu Buche. Das Geschichtsträchtige an diesem dreifachen Torerfolg in einer Halbzeit ist, dass es der erste in der Bundesligageschichte von RB Leipzig ist. Nun mag der ein oder andere unken, dass das natürlich sein kann bei der kurzen Zugehörigkeit. Dem muss man entgegenhalten, dass der Verein und damit seine Spieler genau zehn Jahre dazu benötigten. Und dies ist im Sinne der Torstatistik rund um das schnellste Tor der Bundesligageschichte ein durchaus langer Zeitraum.

Kommen wir somit zur Tippstatistik des Wochenendes: Geschichtsträchtiges passierte leider weniger. Man kann berichten, dass Chrissi als alter 2:1-Tipper weiter auf Kurs liegt. Die bekannte Formel hat er bereits 19 Mal diese Saison angewandt. Nicht immer erfolgreich, aber immerhin so gut, dass er unverändert das Klassement anführt. Das Duo Schnäppchen und Siggi hingegen erholte sich etwas vom 4. Spieltag und marschierte im Gleichschritt jeweils 3 Plätze nach oben. Selbst F7K meldete sich wieder an und versucht, trotz einiger Aussetzer nach wie vor Anschluss zu halten. Diese Runde gelang ihm sogar der Tageserfolg. Ist er auch künftig aber eher nachlässig, könnte dieser Sieg sogar etwas Historisches darstellen: Seinen einzigen diese Saison - das wollen wir aber einmal nicht hoffen!