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Espaldinha, Puntinha und Volthina

Espaldinha, Puntinha und Volthina

Liebe Fußballfreunde

das brasilianische Diminutiv „-inha“ (weiblich) oder „-inho“ (männlich) wird häufig im Zusammenhang mit dem Fußball verwendet. Daher sollte auch jeder Fußballfachfrau sowie jedem –mann geläufig sein, dass Ronaldinho eine Ableitung des Namens Ronaldo ist und simpel für „kleiner Ronaldo“ steht. Und Bingo, eben dieser Ronaldinho wiederum brachte drei verschiedene Kunstfertigkeiten mit dem Ball auf den Rasen, für die am Ende gar neue Ausdrücke erfunden wurden und bis heute überliefert sind.

Der erste Begriff ist „Espaldinha“, welches seinen Trick verewigte, den Ball mit der Schulter zu passen. Diese Form der Passgebung sieht man heute nur noch selten – zumindest in deutschen Stadien. Der zweite ist der Puntinha, was wiederum die Schusstechnik mit der Picke / dem großen Zeh beschreibt. Eine Tieferlegung dieser Kunstform hatten wir schon einmal im „Artikel – Spitze, Hacke 1-2-3“ vorgenommen. Der letzte ist dann die Volthina, welche die Rotation um die eigene Achse wiedergibt. Beide Techniken, würde ich behaupten, findet man auch noch heute auf dem Platz, selbst in unseren Arenen. Aber dazu möglicherweise später mehr.

Was aber viel interessanter für uns als in Deutschland beheimatete Fußballfans ist, ist die entsprechende Übersetzung, die man sich ggf. für den nächsten Stadion- oder Kneipenbesuch merken sollte. Denn neben einem möglichen Schmunzeln könnte man sicherlich damit seine Gesprächspartner dazu animieren, sich mal wieder mit dem großen „kleinen Ronaldo“ zu beschäftigen.

Und um in der gleichen Reihenfolge zu bleiben, hier die jeweilige Übersetzung: Schultinho, Spitzinho und Drehinho. Klingt das nicht niedlich, selbst in unserer Sprache?

Wie angedeutet, den Schultinho hatte ich von vornherein als mögliche Erzählung zu diesem Spieltag ausgeschlossen. Aber leider brachte auch kein Spieler den Spitzinho oder den Drehinho zustande – zumindest nicht so, dass er in der medialen Landschaft Beachtung fand und oder gar in den sozialen Medien diskutiert wurde. Selbst die Eigenrecherche u. a. via des „aktuellen Sportstudio“ half da nicht weiter. Ronaldinho war eben doch einmalig, zu seiner Zeit und auch heute noch!

Folglich bleibt nur zu berichten, dass Bayern Leipzig zum wiederholten Mal vermöbelt hat. Man kann schon fast vom Lieblingsgegner auf der einen und bald vom Angstgegner auf der anderen Seite sprechen. Stuttgart hingegen hat mittlerweile wohl ein sich bestätigendes Hamburgsyndrom. Schon die zweite Niederlage im hanseatischen Volkspark innerhalb von 11 Monaten. Freiburg hingegen konnte die Gunst der Stunde zur erneuten Tabellenführung nicht nutzen. Zu unaufmerksam am Ende gegen ein cleveres Leverkusen. Final bleibt noch Gladbach. Die wiederum haben ab jetzt ein Nullpunktesyndrom. Der Abstieg scheint vorprogrammiert zu sein diese Saison.

Ein wenig südamerikanischer Zauber an diesem Spieltag durch Luisinho

Zu guter Letzt packte die Zauberkiste dieses Wochenende auch kein einziger unserer Tippinhos so wirklich aus. Es gab kaum Bewegung im Feld und oft nicht allzu viele Punkte zu vermelden. Einige Tippinhos mit 4 gesetzten Tipps (anstelle von 9 möglichen) sammelten jedoch gleich viele oder sogar mehr Punkte als so mancher Kompletttippteilnehmer über die volle Distanz. Man könnte dieses effektive Vorgehen vielleicht den „Punkthino-Trick“ nennen – ein kleines Tippkunststück.