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Niveau

Niveau

Liebe Fußballfreunde,

oft und auch gerne sehr schnell wird das Niveau der obersten deutschen Liga angezweifelt. Niveau, eigentlich ein klangvoller Begriff aus dem Französischen, steht damit diametral zu dem Statement, das man machen will, wenn man von einer niedrigen oder geringen Qualität spricht.

Und so ist es auch mit der Bundesliga, einem seit Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre anerkannten Namen im europäischen Fußball, an dem seit einigen Jahren immer wieder Zweifel aufkommen. Denn die Bayern machen mit der Liga, was sie wollen, und kein anderer, noch so „reicher“ Klub kann mit ihnen mithalten. Unkenrufer sehen sogar einzig den Abstiegskampf als das Aushängeschild der Liga an. Gerade wenn es um Spannung und gar Mehrwert geht. Und dort tummelt sich der sogenannte Rumpelfußball – ein Paradoxon.

Paradebeispiel gefällig: Bayern liefert gegen Leipzig in Halbzeit 1 ein weniger ordentliches Spiel und liegt sogar mit 0:1 hinten. Dann kommt mit Michael Olise der Spieler der Hinrunde und am Ende brechen die Roten Bullen völlig ein, was gegensätzlich zu den Attributen ihres Wappentiers und den Ansprüchen des Vereins steht. Dortmund, selbsternannter Bayernjäger, strauchelt fast gegen St. Pauli im heimischen Stadion und benötigt gar einen Elfmeter in der Nachspielzeit, um den Abstand in der Tabelle wenigstens jetzt noch halten zu können. Der Abstand: 11 Punkte!

3 Assists und ein Tor gegen Leipzig: Sehr hohes Niveau aus Frankreich

Was man herauslesen kann? Die Abwehrreihen der Topklubs sind Schrott. Wenn selbst St. Paulis „Edeltechniker“ mit zwei Standardtoren ausgleichen können und eben Leipzig in 2 Spielen gegen München 11 Tore kassiert. Oder nehmen wir Frankfurts Statistik zur Hilfe: 36 Tore in 17 Spielen: Das sind mehr als 2 Gegentore pro Spiel. Hinzu kommt noch, dass einige der Tore sogar in die Kategorie „Slapstick“ bzw. Billard- oder gar Eigentor fallen. Und die Eintracht hat den Anspruch, nächste Saison wieder international spielen zu wollen. Konsequenterweise wurde nun der Trainer geschasst. Nur was kann der für die Tollpatschigkeit seiner Abwehrspieler?

Von den Angriffsreihen wollen wir erst gar nicht sprechen. Der xGoal-Faktor (sog. Expected Goals) der Bundesliga ist deswegen auch im Vergleich zu anderen Ligen hoch, weil der Spitzenreiter einen Wert weit über 50 aufweist (56). Zum Vergleich: Arsenal, souveräner Leader in England, kommt auf einen Faktor von 44. Der Rest der BL liegt bei Werten um die 30. Der Trugschluss für die großen Bayern könnte darin liegen, dass somit ihre Abwehrreihe nicht entsprechend „gechallenged“ wird. Im internationalen Vergleich, siehe das Spiel gegen Arsenal im Dezember, ein Risikofaktor. Im doppelten Sinne, denn damit wandelt der FC aus München durchaus auf einem schimärischen Niveau. Seine Abwehr ist nicht wirklich gefordert und damit getestet!

Schlussendlich: Das (Abwehr-) Niveau der Bundesliga ist wirklich zweifelhaft – und wir tun uns das jedes Wochenende an! Da bin ich sehr froh, dass unser Niveau dagegen exzellent ist und mit anderen „Tippligen“ mithalten kann. Auch dass jedes Mitglied eifrig dabei ist. So auch wieder dieses Wochenende: 

Unser Spitzenreiter marschiert weiter voran und hält seinen Vorsprung. Fast schon ala Bayern. Wollen wir nur nicht hoffen, dass es so endet wie in der Bundesliga – siehe oben. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, denn Lars kommt langsam ins Rollen und hat im Schlepptau seinen Spetzel Chiorapahello, der trotz Aussetzer im neuen Jahr schon zweimal die 10-Punktschallmauer durchbrach. Auch Chrissi, in den letzten Wochen ein wenig unter ferner liefen, stellte seine Gewichtsklasse unter Beweis. Einzig die auch dem Eishockeysport frönenden Siggi und JoschkaF konnten nicht viel anfangen mit dem Spieltag. Daher hieß es erst einmal, Abstand zu nehmen von der Spitze. Aber was gerade nicht mehr ist, kann ja wieder werden – alte schwäbische Weisheit!