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Panini - Stickerheft

Panini - Stickerheft

Liebe Fußballfreunde,

Fußballweltmeisterschaft!!!!!! Ein Wort, das in der Kindheit immer mit sehr, sehr viel Vorfreude verbunden war. Auch, weil es endlich wieder das Panini-Stickerheft zum Sammeln von Fußballabziehbildern gab. Wer hat sich eines heuer besorgt? Höchstwahrscheinlich keiner, da man ja mittlerweile einer etwas gesetzteren Altersklasse angehört. Eher eine peinliche Frage, denn wer sammelt oder tauscht als Ü50iger heute noch Bilder respektive spielt noch Auto- oder Motorrad-Quartett? Oder doch - Hand aufs Herz: Gebt es ruhig zu, es ist keine Schande, es ist einfach Tradition!

Bei mir fing das Ganze anno 1974 an. Manche von euch haben da eher noch an der Milchflasche gesaugt oder waren gar noch nicht einmal in der Planung (okay, das stimmt jetzt natürlich nicht ganz - wenn ich 1:1 richtig zusammenzähle). Nebenan gab es einen NANZ. Genau, der mit dem blauen Schriftzug und dem roten A. Für alle Nicht-Stuttgarter-Umlandsschwaben: Das war ein Familien- und Lebensmittelfilialunternehmen aus besagter Landeshauptstadt (1998 von Edeka übernommen). Unter Zuhilfenahme von Omas 10-DM-„Zusteckgeschenk“ konnte ich mir das Premierenprodukt damals leisten. Unvergleichliche 1,00 DM kostete das gute Heft. Heute wäre es laut Internetrecherche 300 bis 800 EUR wert. Vorausgesetzt, man hat alle Sticker gesammelt.

Und das war damals wie heute ein wenig die Schwierigkeit, denn mit den 10 DM und dem kleinen Taschengeld kam man nicht bis zur vollständigen Vervollständigung. Warum? Richtig, weil man oftmals den selben Spieler aus der Pergaminpapiertüte „zog“, den man schon im Heft eingeklebt hatte; und die Klassenkameraden, vorneweg mein Freund Jörg aus der gleichen Straße, hatten die dann ggf. auch bereits.

Diese Tütchen wurden bei uns in Wernau a. N. aber am besten in der Schulstraße (wie der Name schon sagt, da lag meine Grundschule, besser die Teckschule, nach der gleichnamigen Burg am Albaufstieg) besorgt. In der besagten Straße gab es nämlich den Schreibwarenladen von Else Griesinger. Alt-Wernauer erinnern sich sicherlich noch daran. Für Nicht-Wernauer einfach eine wichtige oder weniger wichtige Randnotiz. In ihrem Eckladen konnte die entsprechende Stickertüte mit 4 Aufklebebildern für 20 Pfennig das Stück käuflich erworben werden. Der ein oder andere Kaugummi oder auch ein leckeres Brausetütchen natürlich mit im Gepäck. Mann, damals waren die paar Pfennige im „Sack“ noch was wert.

Im Cent-Bereich bewegt sich die Tüte aktuell leider nicht mehr. Heute kostet eine solche mit 7 Stickern glatte 1,50 EUR. Baut man eine Vergleichsrechnung auf, dann muss man annehmen, dass die 20 Pfennige von damals heute eine Kaufkraft von ca. 30 Cent haben. Daraus ergibt sich, dass die Kosten für einen Sticker von 5 Pfennigen heute bei ca. 13 Cent „inflationsbereinigt, wie der Experte sagt“, liegen würden. Umgekehrt blättert man heute ca. 21 Cent für ein Bild hin. Interessant! Nur muss man seit dieser WM, also im Jetzt und Hier des Jahres 2026, auf einmal 7 dieser Klebebilder kaufen (in den 70er Jahren 4, dann ab den 80ern 5 pro Tüte). Die Kosten fürs Heft lassen wir einmal lieber außen vor.

Schlussendlich bedeutet dies, der Spaß hat sich tatsächlich nur marginal verteuert. Grundsätzlich ist das natürlich der Lauf der Dinge - die Wehmut in diesem Vergleich liegt eher in der Erinnerung und in der Betrachtung, wie einfach damals noch die Welt in einem Kindeskopf war. 5 Pfennige ergaben 1 Bild eines Idols. Und die möchte ich erst gar nicht auflisten, die echten Helden von damals - teilweise mit abenteuerlichen Frisuren, aber eben Kinderhelden und Fußballgötter (siehe Franz, unseren Kaiser).

Ich für meine Wenigkeit mache auf jeden Fall dieses Jahr wieder mit bei der berühmten Sammelaktion (natürlich auch auf Grund der genannten Kostenvergleichsrechnung 😉). Daher bin ich auch bereits stolzer Besitzer des „Schnupper-Bundles“ von Panini, welches eine Investition von knapp 50 EUR erforderte. Wenn ich damit jemanden animieren konnte und wer gerne tauschen kann und will, bitte einfach melden. Wir können die Sticker dann per Fahrradkurier zustellen lassen oder einscannen und elektronisch verschicken und damit „tauschen“ (entsprechender Drucker vor Ort als Voraussetzung). Diese Art der Kostenrechnung überlasse ich dann aber lieber euch.

Tradition seit 1974!!

Wer eher einfach nur eine riesengroße Vorfreude verspürt - der kann auf „vielfachen“ Wunsch am WM-Tippspiel der „Boxenden Päpste“ teilnehmen. Den Link dazu habe ich unten verlinkt - und wem das zu viel „gelinke“ ist, der geht einfach zur KickTipp-App in unsere altbekannte Gruppe!

Viel Spaß beim WM-Tippen!

boxendepaepste
Tippspiel