2 min read

Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum

Liebe Fußballfreunde,

kurz vor Weihnachten ist es naheliegend, über den Baum zu referieren. Nein, nicht den berühmten Weihnachtsbaum, seit dem 19. Jahrhundert en vogue in deutschen Wohnzimmern und durch deutsche Auswanderer sogar weltweit. Nein, über den Baum, der bis Weihnachten wieder ein erstklassiger Trainer sein durfte. Und nochmals nein, das Wortspiel mit Weihnachten und Trainer Manuel Baum ist keine Erfindung von mir. Auf diese Idee kam der FC Augsburg schon am 20.12.2017.

Und so kann man auch heute gerne nochmals den Klamauk um den „Weihnachtsbaumtrainer“ ausgraben. Denn wie vor 7 Jahren hat Manuel nach 3 Spielen einen ordentlichen Punkteschnitt vorzuweisen. Nach der gesamten Bandbreite aller möglicher Spielergebnisse (Sieg, Niederlage & Unentschieden) verlässt der Niederbayer somit aufgeräumt und pünktlich zum großen Fest wieder seinen Posten. Mit einem kleinen Wermutstropfen: Denn hätten Elvis Rexhbecaj und Phillip Tietz den Ball in der Endspielzeit nicht an den Pfosten bzw. die Latte gesetzt, wäre es sogar eine noch bessere Bilanz geworden. Wahrscheinlich hätte dann der Baum in Augsburg noch schöner geleuchtet. Aber so ist das manchmal: Hätte, hätte…..Weihnachtslichterkette.

Ohne einen solchen leuchtenden Weihnachtsbaum ging es für andere Teams noch unrunder in die Winterpause. Wolfsburg, in immergrün, so wie ein Nadelbaum, gab zweimal eine Führung aus der Hand und verlor auch durch ein Eigentor zu Hause gegen Freiburg. Am Ende und nach wildem Schlagabtausch konnten die Freiburger die tief stehende Heimmannschaft in Anlehnung an das handballerische Kreisspiel doch noch überwinden. Derry Sherhant war der Kreisspieler, der sehenswert den Endstand herstellte.

Auch Köln, die extra ihren Trainer Lukas Kwasniok für das Spiel mit einem recht unansehnlichen Geißbockweihnachtspullover ausstatteten, hatten dieses Mal nicht das Spielglück gepachtet. Sie mussten das Spiel am Samstag den Weihnachtssingern aus Berlin überlassen. Und die traten nicht vielstimmig auf, wie bei ihrem mittlerweile recht berühmten Stadionweihnachtssingen. Nein, ein einzelner Spieler konnte eine zu kurz geklärte Ecke in der 90.+1 Minute zum Siegtreffer nutzen. Damit avancierte Andreas Schäfer, der Torschütze, wohl zum diesjährigen Weihnachtsvorsinger seiner Unioner.

Ohne Kommentar!

Kommen wir noch kurz zu den Weiß-Roten aus Stuttgart. Die geplante Überflügelung der Tabellen- und Landschaftsnachbarn aus Hoffenheim klappte nicht wie angekündigt. Denn ein Tor, welches einen anderen Ausgang beschert hätte, gab es am Ende nicht – Deniz Undav’s Kopfballtreffer in der Nachspielzeit wurde wegen leichten Abseits aberkannt. Damit verabschiedete sich der VfB in die besinnliche Zeit auf Platz 5 mit 26 Punkten. Nicht schlecht, immerhin 5 Plätze besser als am 15. Spieltag der Vorsaison.

Nicht schlecht, tippte auch dieses Wochenende mal wieder Siggi. Eine Art von Wiedergeburt, gerade rechtzeitig zur Weihnachtszeit und passend zur -geschichte. Vor kurzem durfte man noch Siggi bei seinem alljährlichen Tabellensinkflug beobachten. Und schwupps, schon ist er wieder da auf Platz 2. Zusammen mit seinen Kumpels und Pseudonymjunkies JoschkaF und Ciaoraphaello bildete er die Nachhut zu Klarnamenträger und Rundensieger Michael. Nett anzusehen, wenn man so kurz vor Weihnachten alle vier mit ihren in grün markierten Platzaufstiegen als eine symbolische Lichterkette am Weihnachtstippbaum interpretiert. Frohe Weihnachten!